Polizisten wissen nichts

Auf der Suche nach dem Hotel Oasis in El Coca, von wo aus meine Dschungeltour startete, fragte ich 2 Polizisten, die mir recht schnell sagen konnten, wo ich jenes Hotel finden kann. Sie waren sehr höflich und holten mich sogar nochmals zu sich weil sie einem besseren Weg wussten. Also dann, auf geht’s , dachte ich und stiefelte los. Weiterlesen

Keine Touristen – keine Bettler

Als ich in El Coca am Rückreisetag meiner Dschungeltour auf den Bus nach Quito wartete, ist mir eines aufgefallen. In der ganzen Zeit wurde ich nicht einmal von Menschen angesprochen, die um einen Dollar bettelten.

Nur einmal kam ein Niño an und verkaufte Chichlos, also Kaugummis.

Echt schön diese Ruhe von der Aufdringlichkeit.

Amazone getroffen

Als ich in den Bus von Quito nach El Coca eingestiegen bin, um meine Reise in den Dschungel anzutreten, fiel mir gleich eine groß gewachsene, schlanke Schönheit mit mandelförmigen Augen auf. Sie stand mit ihrem Freund direkt vor mir und hatte eine Topfigur (oder auch hier).

Zu meiner Überraschung setzte sie sich direkt neben mich. Ich fragte dann höflich ihren Freund ob er mit mir die Plätze tauschen wollte, um neben seiner Göttin zu sitzen. Ich hoffte aber insgeheim darauf, dass es dankend ablehnen würde, was er dann auch tat, denn er fuhr gar nicht mit nach El Coca, sondern nur die Amazone neben mir. Was für ein Glück.

Nach der Verteilung der Plastikbecher mit Cola und der üblichen Portion Kekse, wobei es dieses Mal Schokoladenwaffeln gab, kamen wir irgendwie ins Gespräch. Ja diesmal konnte ich mich, ganz im Gegenteil zum letzen Mal, mit dieser exotischen Schönheit unterhalten. Sie heißt Loretta, ist 25 Jahre alt jung, unverheiratet und ohne Kinder, arbeitet für 8 Tage in El Coca und reist dann immer für 6 Tage nach Quito zurück. sie lebte sogar schon mal für ein Jahr in New York, aber es gefiel ihr besser in Ecuador. Auch ich erzählte etwas von meinem Leben hier und aus Deutschland.

Es war ein nettes, fast über eine Stunde dauernde Gespräch, später schauten wir noch den Jackie Chan Film, der im Bus gezeigt wurde und schleifen dann gemeinsam ein.

Als ich wieder aufwachte, packte sie gerade ihre Sachen, um den Bus zu verlassen. Und so verschwand sie dann, genauso schnell wie sie in mein „Leben“ getreten ist. Ich schaffte es aber gerade noch rechtzeitig nach ihrer Email-Adresse zu fragen. Vielleicht werde ich ihr dann mal etwas schreiben.

Dschungeltour: Tag 3

Morgen wollte ich gar nicht aufstehen, die Aktivitäten am Vortag waren sehr erschöpfend. Doch vor mir lag noch eine weitere Tour in den Dschungel, meine Rückreise nach el Coca und dann weiter nach Quito, wo ich am nächsten Morgen ankommen sollte.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Wie mir an diesem Morgen aufgefallen ist und durch die anderen auch bestätigt wurde, fahren wohl in de Nacht vom 22. zum 23., also ein Tag vor Weihnachten, ziemlich viele nach Quito zu ihren Familie. Zum Glück musste Eduardo an diesem Vormittag auch nach el Coca und so bittete ich ihn mir doch ein Ticket nach Quito zu besorgen. In diesen Augenblick war es mir egal ob ich mit Trans Esmeraldas oder einem anderen lokalen Anbieter die 8 Stunden nach Quito fahre, wichtig war nur, dass ich am 23. Morgens in Quito ankomme.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Nach dem Frühstück bin ich dann mit Ricardo, Eduardo war ja in el Coca, ein weiteres Mal in den Dschungel gegangen. Es war schön einen eigenen, privaten Führer zu haben. Die anderen waren immer in Gruppen zu 7 Personen unterwegs. Im Dschungel habe ich dann aus Palmenfasern Schüre gebunden und aus den Blättern von anderen Palmen einen kleinen Rucksack geflochten. Ricardo schenkte mir dann noch eine Halskette aus den Materialien des Dschungels als Erinnerung an diesen schönen Tag. Auf der Tour haben wir dann auch noch einen knietiefen Morast passiert.Gott sie dank, kannte aber mein Guide die richtigen Stellen, wo wir maximal bis zu den Waden eingesunken sind, denn sonst hätten selbst unsere Gummistiefel hier nichts genutzt. Später fand dann Ricardo in einer Palme versteckt eine, wahrscheinlich sehr giftige Schlange, denn er machte einen großen Bogen um sie.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Im Camp wieder angekommen, begrüßte mich mitten vor meiner Tür eine Tarantel, die mir freundlicher Weise Eduardo, der mittlerweile wieder zurück war, entfernte und in eine für beide Seiten sichere Entfernung brachte. Auch hatte er ein sehr schöne Neuigkeit für mich. Er übergab mir ein Ticket von Trans Esmeralda für die Fahrt el Coca nach Quito ab 8:30 Uhr. Zwar nicht genau das was ich haben wollte, aber ich komme nach Quito und das ist die Hauptsache. Auf der Bootstour zurück nach el Coca habe ich mich gut mit Claudia unterhalten, die in Kiel wohnt und für 5 Wochen in Ecuador ist. 4 Wochen macht sie einen Sprachkurs und ist dadurch jede Woche in einer anderen Stadt und die letzte Woche fliegt sie nach Galapagos. In diesen Zusammenhang – schöne Reise.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Auf der Fahrt mit dem Bus nach Quito wurden wir 3 mal angehalten und unsere Identität überprüft. Ich glaube, sie suchten irgendetwas und deshalb beschwerten sich auch alle beim 2. Mal, denn auch diesmal fanden sie nichts. Das letzte Mal war mitten in der Nacht gegen 2:30 Uhr. Das war selbst für meine Verhältnisse, der ständig bei Reiseantritt in Esmeraldas überprüft und nach Waffen durchsucht wird, sehr außergewöhnlich.

weitere Bilder findet ihr wie immer im Album bei Sevenload.

Dschungeltour: Tag 2

An diesem Morgen musste ich gegen 6:00 Uhr aufstehen, da es 6:30 Uhr Frühstück gab. Geschlafen habe ich nach dem beiden Nachtfahrten und den Aktivitäten am letzen Tag in dem Cabaño, das eigentlich für 3 bis 4 Personen gedacht ist, sehr gut.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Nach dem Frühstück sind Helena, sie ist Schwedin und arbeitet für 3 Monate in einem Hospital in Quito, und ich mit Ricardo, der im Amazonasbecken geboren ist, und Eduardo, der uns alles über die Tier‑ und Pflanzenwelt des Amazonas auf Englisch erzählt, zu einem ca. 1 Kilometer entfernten Aussichtsplattform gewandert. Dort angekommen, ging es dann auf die ca. 35 Meter hohe Plattform über den Baumkronen, wo wir eine schöne Aussicht auf den Regenwald hatten. An diesen Vormittag machte der Wald seinem Namen große Ehre, denn die Wolken hingen tief und naß sind nicht nur die Bäume, sondern auch unsere Kleidung, geworden. Nur gut, dass ein Regenponcho und Gummistiefel hier Pflicht sind.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Die Plattform wurde um einem Mammutbaum herum gebaut, der mas o menos, ups mehr oder weniger, also ca. 400 Jahre alt ist.

Link: Hochsitz im Dschungel

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Am Nachmittag hatte ich meine beiden Guides für mich alleine, da Helena nach Quito zurück gefahren ist. Die Tour am Nachmittag ging zum selben See, wo wir auch am Vortag versucht haben die Kaimane zu beobachten. Am Tag macht der See einen ganz anderen Eindruck. Wir haben exotische Vögel gesehen und sogar einen Affen und die verschiedenen Avenidas. Ja im Dschungel gibt es Straßen, Armeisenstraßen mit Hunderten von den kleinen Krabblern.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Abends sind wir nochmals mit den Kanu unterwegs gewesen, um Kaimane zu finden. Aber diesmal schauten uns nur 2 Paar Augen an, wo von ein Paar aber ziemlich groß war und Eduardo meinte, es könnte sich um ein ca. 2 Meter großes Männchen handeln. Zusätzlich haben wir noch ne Schlange, die durch Wasser schwamm und einen großen Frosch, der am Ufer saß als hätte man ihn dahin gesetzt und vergessen abzuholen, gesehen.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Nach der Tour habe ich mich noch ein bisschen mit den anderen Touris unterhalten, die meinen Aufenthalt als Volontär sehr spannend fanden. Alle habe gerade in Quito eine Sprachschule besucht und darüber auch die Tour gebucht.

weitere Bilder findet ihr wie immer im Album bei Sevenload.