nicht mein letzter Arbeitstag

Offiziell endete gestern die Arbeit im Projekt. Aber es war wie immer ein ganz normaler Arbeitstag. Morgens habe ich es, wie in den letzten 2 Wochen, nicht geschafft rechtzeitig aufzustehen. 7:30 Uhr ist der Bus der Fundacion an der Polizei und daß heißt für mich, ich muss spätestens 7:15 Uhr aus den Haus, aber in letzter Zeit bin ich, ähnlich wie zu hause in Köln, immer bis 1 : 00 oder 2:00 Uhr nachts am Rechner und schaffe es deshalb nicht vor 8:00 Uhr aufzustehen.

Also kam ich wieder einmal erst gegen 9:00 Uhr, statt um 8:00 Uhr ins Büro, wo ich seit 2 Wochen an der neuen Website für die Fundacion arbeite. Es ist alles beim Alten, die Leute im Office arbeiten ihre täglichen Aufgaben ab und ich sitze am einem Tisch im Vorzimmer an meinem Laptop und arbeite auch.

Da seit Mittwoch, also seit 3 Tagen, auch noch die Fußballschule geschloßen ist, herrscht hier noch mehr Stille.

Als ich dann beim Mittagessen erwähnte, dass heute mein letzter Arbeitstag ist, waren alle sehr überrascht, obwohl ich das mehrfach wöchentlich seit mindestens 4 Wochen erzählt habe. Es ist schon erstaunlich welches Potienziel an Gedächtnisschwund die Ecuadorianer an den Tag legen können.

Am Nachmittag, kurz vor Arbeitsende, gab mir dann doch noch Moisés Palma, der Chef der Fundacion, ein T-Shirt mit einem Fundacionsaufdruck als Dankeschön für meine Arbeit hier. Ich verabschiedete mich dann noch von den Kollegen im Office, die vor der Fußballschule waren ja leider nicht da. Und das war’s.

4 Tage Guayaquil

Wie ihr schon durch das regelmäßige Lesen meines Tagebuches mit bekommen haben solltet, war ich letzte Woche wieder einmal für 4 Tage in Guayaquil. Falls nocht nicht, dann solltet ihr 3mal Lord of War und Shakira mit Nachgeschmack unbedingt lesen.

Natürlich war es wieder einmal super toll, auch wenn wir nicht sehr viel typisch touristisches gemacht haben.

3mal Lord of War

Hier in Ecuador heißt der Film nicht „Lord of War“ sondern „Hombre peligroso„, aber trotzdem habe ich ihn in den letzten 3 Wochen gleich 3 mal gesehen.

Das erste Mal war ich in Quito im Kino, das habe ich ja schon berichtet. Ich habe schon in Deutschland eine Vorschau zu diesen Film gesehen und beschloßen auf jeden Fall ihn irgendwann zu sehen. Wie gesagt ich habe ihn dann bewusst in Quito ausgesucht und ihm im Orginal mit spanischen Untertiteln zu sehen.

Des nächste Mal war eher zufällig bei einen kleinen Videoabend mit meinen Chicas. Wir wollte eigentlich einen anderen sehen, aber da Sybille sich 1,5 Stunden verspätete, fingen wir einen anderen Film an zu sehen und welcher war es? Natürlich „Hombe peligroso“. Es war, wie so häufig hier, eine Raubkopie und wurde zwischenzeitlich immer mal wieder schwarz-weiß.

Das letzte Mal wo ich schon fast gezwungen wurde den Film zu sehen, war auf der Fahrt nach Guayaquil. Immer im Bus wird dann ein Film, meist euch eine Raubkopie, eingeegt um die Reisenden abzulenkt. Dieses mal war es aber, so hörte es sich zu mindest an, eine Abfilmung aus dem Kino, denn man verstand im lauten Bus absolut nichts von der scheidenen Klangqualität. Er war aber dieses mal zu mindest auf Spanisch.

Auf meiner Rückfahrt hatte ich dann auch noch Glück gehabt, denn welchen Film wollte die Fahrgastbegleiterin den Reisenden wieder anbieten? Na, erratet ihr es? Klar „Lord of War“. Gott sei dank funktioniert aber die Raubkopie nicht und wir haben einen spanischen Film uns angesehen. Got sei dank.

Stromausfall

Bald ist Weinachten und deshalb haben auch hier die Leute ihre Häuser mit Lichterketten und allerlei anderen blinkenden Zeug geschmückt und da die Ecuadorianer (Achtung Klischee) kein Maß kennen, wurden die Sachen nicht nur schon kurz nach Halloween installiert, sondern bleiben auch den ganzen Tag und Nacht in Betrieb.

Shakira mit Nachgeschmack

Wie im Bericht vom 3. November schon geschrieben, fand am 30. November in Guayaquil eines der insgesamt 2 Shakira Konzerte in Ecuador statt.

Aus diesem Grund bin ich extra aus Esmeraldas 8 Stunden nach Guayaquil gefahren. Gott sei dank kosten solche Strecken hier nicht die Welt. Für insgesamt 8 $ bin ich dann in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in die größste Stadt Ecuadors gefahren und habe mich dann mit Annika getroffen. Zurück ging es dann erst in der Nacht vom Sonntag auf Montag. Wie die 4 Tage in Guayaquil waren, schreibe ich an einer anderen Stelle. Jezt erstmal mehr von Konzert selbst.

Sorglosigkeit

Nochmals bezugnehmend auf den ersten Bericht über Rücksichtslosigkeit von Annika, dem folgendem Bericht von Tim und meinen, möchte ich heute ein weiteren Gedanken loswerden.

Die große Frage die ich mir bei solchen Unterschieden stelle, ist: Warum sind wir wie wir sind und die anderen ganz anders?

Ich glaube zwar nicht, dass mein Erklärungsversuchs das absolute Gelbe vom Ei ist. Aber ich glaube schon, dass das ein Funken Wahrheit drin ist.

kein Wasser

Seit 3 Tagen gibt es jeden Abend kein Wasser und jedesmal vergesse ich rechtzeitig auf die Toilette zu gehen. Es ist zwar nicht so schlimm, denn wir haben immer einen großen Behälter mit Wasser direkt zwischen WC und Dusche stehen, wo man das benötigte Naß herausschöpfen kann, aber trotzdem ist es umständlich.

Gestern war ich wiedermal, kurz vor dem „zu Bett gehen“ auf Toilette und hatte wegen zu wenig Wasser die Toilette verstopft. Dann musste ich extra meinen Gastvater bitten das Pumpsystem anzustellen. Das war ein bisschen peinlich.

Auch das Duschen gestaltet sich mit geschöpften Wasser etwas umständlich, denn man hat dabei ja immer den Duschvorhang offen, um aus dem Behälter das Wasser zu holen. Man muss dabei immer aufpassen nicht das halbe Bad unter Wasser zu setzen.