Unabhängigkeit Ecuador von Columbien

Am 10. August feiert ganz Ecuador seine Unabhängigkeit. An diesen Tag trennen sich Columbien und Ecuador. Dazu habe ich von Neues unter der Äquatorsonne einen Ausschnitt aus ihrem Potcast vom 09. August 2006 für euch hier zusammengestellt.

Hier ziehmlich ausführlich erklärt wie es zur Unabhängigkeit Ecuadors gekommen ist.

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Warten auf Spontanität

Heute greife ich mal den Artikel von Annika auf, die mit mir hier in Ecuador ist. Leider wohnt und arbeitet sie in Guayaquil. Letztes Wochenende war sie und Tim bei uns in Esmeraldas zu Besuch.

Es war ein schönes Wochenende. Wir hatten viel Spaß und haben einiges unternommen. Aber es hätte auch noch schöner sein können, denn hier in Ecuador wartet man irgengwie immer. Auf der anderen Seite sind die Ecuadorianer auch ziemlich spontan und haben kaum Zeit etwas abzuwarten.

Hier ein paar kurze Beispiel frei aus dem Leben gegriffen.

Die Zeit des Wartens

  1. Sagen wir man verabredet sich für 7 Uhr abends an einen Platz, dann ist es hier in Ecuador so, dass man grundsätzlich eine halbe Stunde später erst ankommt.
  2. Auf der Arbeit, also in der Fundacion kommen wir morgens gegen 8 Uhr an. Angefangen wird aber meistens nicht vor 8:30 Uhr. in dieser halben Stunden steht man einfach nur so rum, erzählt sich was und / oder isst ein Eis.
  3. Ähnlich ist es vor dem Mittagessen in der Fundacion, welches gegen 11 Uhr stattfindet. Es gibt Tage da wird, ohne ersichtlichen Grund, schon um 10:15 Uhr mit dem Training Schluss gemacht.

Die Zeit für Spontanitäten

  1. Letzte Woche bekam ich morgens einen Anruf, dass nachmittags keine Unterricht im Colegio stattfindet. Es war ca. eine Stunde bevor ich dort hin fahren wollte.
  2. Davor die Woche ist Montags der Bus zur Fundacion nicht gekommen. Als ich dann mit dem “Linienbus” allein dahin gefahren bin, sagte man mir heute gibt es nichts zu arbeiten. Achso und die nächsten beiden Tage auch nicht. Erst am Donnerstag wieder.
  3. Am Abend vor dem Ausflug nach Mompiche, wurde ich gefragt ob ich mit dorthin möchte. Das klingt jetzt nicht super spontan, aber ich war erst seit 2 Wochen hier in Esmeraldas, meine damalige Familie ist nicht mitgekommen und ich sollte mit einer fremden Familie dorthin fahren.

Passend dazu sind natürlich die unzähligen Kommunikationsprobleme zwischen den Leuten hier und mir. Auch dazu hat Tim schon einen netten Beitrag geschrieben.

Neues aus dem Bus

In Ecuador erlebt man, wenn man Bus fährt, so einiges. Ich habe ja schon des öfteren (Bericht 1 und 2) darüber geschrieben und auch Tim hat sich schon dazu in einem Bericht geäußert.

Jetzt gibt es nun eine weitere Episode aus diesem schönen Gebiet. Vor 2 Tage bin ich wieder einmal Bus gefahren. Eigentlich fahre ich jeden Tag mit dem Bus. Es ist so schön billig. Für nur 0,25$ einmal quer durch die Stadt. Wo kann man das in Deutschland schon. Aber das ist ein anderes Thema. Ich war also im Bus, auf dem Weg nach Hause, als plötzlich der Bus anhielt. Ich dachte jetzt steigen wieder ein paar Leute ein oder aus, denn in Ecuador gibt es keine Bushaltestellen, sondern man gibt den Fahre ein Zeichen und er hält an. Also der Bus kommt zu stehen und der Fahrer steht auf und geht aus dem Bus. Auf der anderen Straßenseite kam uns ein anderer Bus entgegen, aber das ist nicht besonderes. Seltsam war bloß, dass unser Busfahrer genau in diesen Bus einstieg und in die entgegengesetzte Richtung weg fuhr. Da standen wir nun mit einem vollen Bus aber ohne Fahrer. Nach ein paar Sekunden setzte sich dann der Mann der sonst immer das Geld einsammelt ans Steuer und fuhr weiter. Es war schon sehr komisch, dass unser Busfahrer ohne ein Kommentar zu den anderen einfach ausstieg und in eine anderen Bus einstieg um davon zu fahren.

Busse sind umwerfend

Wieder einmal eine schöne Geschichte zum Thema “Mit dem Bus fahren”. Wie schon im letzten Bericht erwähnt ist das Bus fahren hier besonders interessant.

Ich bin heute wieder einmal mit dem Bus vom Colegio nach hause gefahren. Auch diesmal war es ein Wettrennen mit allen anderen Bussen hier in Esmeraldas. Ob wir gewonnen habe, weiß ich nicht genau ist aber auch nicht so wichtig. Jedenfalls stieg heute eine ältere Dame in den Bus ein und kaum dass sie die letzte Stufe des Einstiegs verlassen hat, tritt der Busfahrer voll aufs Gaspedal.

Klar das die alte Dame keine Chance hatte sich rechtzeitig hinzusetzen. Es war Glück, dass in ihrer Nähe 2 kräftige Herren waren und die torkelnde Dame auffingen, sonst wäre sie der Länge nach voll in den Gang gefallen.

Interessanterweise beschwerte sich keine der Passagiere. Es ist halt hier normal, dass wir ständig auf der Flucht sind.

Mit dem Bus tanken

Heute bin ich mit dem Bus nach hause gefahren. Eigentlich mache ich dass jeden Abend wenn der Unterricht im Colegio “Nuevo Ecuador” zu Ende ist. Aber heute gab es etwas besonderes. Ich staunte nicht schlecht, als der vollbesetzte Bus nicht wie üblich an der Kreuzung anhielt, sondern nach links abbog und auf eine Tankstelle zu steuert. Mitten im Abendverkehr ging dem Fahrer die Puste, also der Sprit aus und er musste tanken.

Alle die im Bus saßen warteten brav um dann nach wenigen Minuten weiterzufahren, als ob nichts geschehen ist. Da sage ich nur, anderen Länder andere Sitte.

1 Dollar

Alles kostet hier irgendwie 1 US-Dollar. Heute habe ich mir ein Eis gekauft. Das hat einen Dollar gekostet. Die Fahrt mit dem Taxi, einen Dollar. Dann habe ich mir noch ein paar Leckerbissen vom Bäcker geholt und siehe da, es kostete einen Dollar. Sogar wenn ich morgens an der Haltestelle auf den Bus warte, kommen Taxen an, die mich für einen Dollar in das 30 Kilometer entfernte Atacames bringen würden. Es ist schon faszinierend dass hier vieles genau einen Dollar kostet.

Vielleicht habt ihr ja auch solche Kuriositäten erlebt, dann würde ich mich freuen wenn ihr sie mir hier in den Kommentaren mitteilt.

Wir sind ständig auf der Flucht

Jeden Morgen fahre ich mit dem Stadtbus zur Kirche, warte dann auf den Bus der Fundacion der mich zum Geländer der Fundacion “Amiga”, ca. 8Km von Esmeraldas entfernt, bringt. Es ist schon beeindruckend, wie man hier in Ecuador mit einem Fahrzeug unterwegs ist. Nicht nur, dass die Hupe viel öfters eingesetzt wird als bei uns in Deutschland, nein es gibt auch kein Rechts vor Links oder dass man nur Links überholen darf. Hier ist alles “erlaubt”.

Endlich Durchfall

Wie in vielen Reiseführen beschrieben, sollte man darauf achten was man ißt. Gerade das einheimische Essen ist für den europäischen Magen sehr gewöhnungsbedürftig. Jetzt, nach fast 2 Wochen in Ecuador, habe ich es nun endlich auch, den Durchfall. Ich habe schon „befürchtet“ bei mir bleibt er aus, aber drauf geschissen. Einen kleinen habe ich jetzt doch. Naja.

Das gute an der Sache ist, dass ich glaube nicht dass er vom einheimischen Essen kommt. Jedenfalls habe ich damals in Peru auch Durchfall bekommen und der kam von den einheimischen Säften. Da die Füchte das hiesige Grundwasser speichern und dieses nicht besunders rein ist, sollte ich aufpassen was ich trinke.

In der ersten Woche in Ecuador habe ich so gut wie keine Säfte getrunken und wenn doch dann nur ein Glas pro Tag. In der letzten Zeit kann ich mich erinnern, dass ich 2 bis 3 Gläser getrunken habe. Ich werde einfach mal die Säfte die nächsten Tage nicht mehr trinken und sehen was passiert. Ich hoffe das reicht und ich werde die nächste Zeit nicht mehr so häufig auf Toilette gehen müssen.

Ich hoffe es hört sich nicht so schlimm an, denn es ist nur eine kleine Verstimmung und nichts erstes. Ich bin hier halt etwas vorsichtiger und aufmerksamer mit meinem Körper und den Anzeichen. Man weiß ja nie was dieses Land alles für Überraschungen für einen hat.

Meine Eindrücke vom Projekt und der Gastfamilie

Ich glaube ich habe kein Glück mit meiner Gastfamilie. Ich glaube das liegt daran, dass sie mich wiederwillig aufnehmen musste, denn es gab kein andere Familie im Umkreis. Es ist der AFS-Koordinator Frederico und seine Frau Aida. Bei ihnen wohnt noch der Schwiegersohn Johann mit seinen Söhnen Matu und Kevin.

Die erste Woche in Quito

Mit 16 Teilnehmern aus 8 verschiedenen Laendern ist es nicht leicht sich zu verstaendigen. Zumal ich weder Englisch, noch Fanzösisch, noch Spanisch spreche.

Nun sind die ersten Tage in Quito vergangen und es waren 7 sehr interessante. Nicht nur das wir einen kleine Einführung in das Leben und die Kultur der Ecuadorianer bekommen haben. Wir haben einen 5-taegigen Einzelsprachkurs absolviert und sind am letzten Tag in eine Karakoke-Bar gegangen und ich habe meine ersten Schritte im Salsa gemacht

Nun ruft mich meine Familie schon wieder zurueck und ich muss versuchen morgen den Rest zu schreiben.