Dschungeltour: Tag 1

Es ist schon ein langer Weg von Esmeraldas über Quito nach el Coca, aber für mich haben sich die 6 Stunden nach Quito und dann nochmals 8 Stunden nach el Coca gelohnt. Ich bin dann Morgens um 8:00 Uhr in dem kleinen, verschlafenen Ort angekommen und musste dann nochmals 3 Stunden warten, bis das Boot seine Fahrt zur ca. 40 Minuten entfernten Lodge „Yarina“ aufnahm. Ich war der einzigste im Boot und so fuhr ich mit dem Steuermann , dem Kapitän und vielen nützlichen Dingen zur Lodge.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Dort angekommen, wurde ich vom Kapitän dem Begrüßungskomitee als ein sehr gut spanisch sprechender Deutscher vorgestellt. Zugegeben, ich war selber überrascht wieviel ich von den anderen verstand und selber sagen konnte. In der Lodge waren dann über 30 Besucher. Hauptsächlich wurde im Camp Englisch gesprochen, da ein großer Teil aus den Vereinigten Staaten kam und der Rest es auch verstand sich darüber zu verständigen. Irgendwie beneide ich die native Speaker, denn sie müssen nicht umständlich erst eine für sie völlig fremde Sprache sprechen. Auf der anderen Seite finde ich es aber auch unfair das sie in der gesamten Welt ihre normale, angeborene Sprache benutzen können.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Am Nachmittag ging es für mich und einige andere direkt los zu einer Indigena-Familie. Leider oder auch witziger Weise haben sie sich im Laufe des Tages besoffen und standen dann nur noch lächelnd in der Ecke. Wir haben von unserem Guide Eduardo einiges über die angebauten Pflanzen erfahren. So probierten wir Zitronengras, was meine Gastmutter in Esmeraldas auch gerne als Tee trinkt, und Zimt. Lernten das Bananen durch die Spanier in Südamerika eingeführt wurden, aber heute zur Kultur der Einheimischen gehört und wie Chicha hergestellt wird, was wir dann auch alle gleich probierten und danach wussten womit sich die Indigenas betrinken. Zum Schluß versuchten wir mit einem Blasrohr einen ca. 5 Meter entfernten kleinen Kürbis zu treffen und was soll ich sagen, seit dem nennen sie mich nur noch Hunter, denn von den 2 Versuchen habe ich auf Anhieb 2 mal getroffen.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Abends sind wir dann auf Kaiman-Safari gefahren. Auf dem Weg zur Lagune schwamm dann auch direkt neben unserem Kanu ein ca. 50 Zentimeter großes Jungtier vorbei. In der Lagune selbst standen wir unter ständiger Beobachtung. Durch den Schein der Taschenlampen funkelten die Augen der Kaimane deutlich zurück und wir konnten sehen, von wo aus sie uns beobachteten. Es hört sich bestimmt spektakulärer an als es in Wahrheit war. Aber das wirklich spektakuläre auf dieser Safari was, dass uns ein Kapivara über den Weg gelaufen ist. Diese Tiere sind nicht nur sehr scheu sondern auch total selten. Und somit hat sich die Fahrt in den Dschungel schon jetzt für mich gelohnt.

'Bilder aus dem Dschungel' von Enrico

Weitere Bilder findet ihr wie immer im Album bei Sevenload.

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