Konzentrationsschwierigkeit

Dieses Wochenende hatten wir unsere 2. Reunion. Dieses mal sind wir nicht nach Santo Domigo gefahren, sondern nach Tonsupa ganz in der Nähe von Atacames. Auch waren dieses mal nicht die anderen aus Quito mit dabei, sondern wir waren nur zu fünft, also Emma, Camilla, Frixon (unserer lokaler Koordinator) und ich, später kam dann noch Sybille hinzu.

Wie immer bei solchen Treffen wird viel über unsere Situation in der Familie und in unserem Projekten geredet. Zusätzlich werden kleine oder auch größere Aufgaben gelöst. Wir mussten z.B. einen Fragentest machen, in dem 12 Fragen über Ecuador auf uns warteten. Natürlich haben Sybille, sie hat ihren ecuadoranischen Freund zwischendurch angerufen, und ich gewonnen. Bis heute warten wir noch auf unseren versprochenen Gewinn.

Jedenfalls hatten wir wieder sehr viel zu tun, doch leider konnte ich mich am Samstag auf nichts richtig konzentrieren. Ich habe kein einziges Wort verstanden und dabei haben sich Frixon, der alles auf Spanisch erzählte, Camilla und Emma, die es dann mit Englisch versuchten, wirklich viel Mühe gegeben. Es war für mich total schwierig ihnen zu folgen und Sybille war noch nicht da, um mir mit Deutsch zu helfen. Es war super seltsam, ich habe einfach nichts übersetzen können. Selbst die einfachsten Wörter habe ich zwar gehört aber ich konnte sie nicht übersetzen. Es war als könnte ich die Sprache nicht, weder Englisch noch Spanisch und selbst das Reden fiel mir schwer.

Später kam dann Sybille und sie hat mir alles ins Deutsche übersetzt, aber selbst da fiel es mir noch schwer Antworten auf die gestellten Fragen zu finden. Ich konnte nicht einmal im Deutschen etwas schreiben, um es dann ins Spanische zu übersetzen. Es ging einfach garnichts. Ich war total frustriert und wütend auf mich. Mir kamen dann sogar die Tränen, weil nichts funktionierte und ich so wütend auf mich war.

Später sind wir dann noch nach Atacames in eine Strandbar gegangen, aber ich hatte durch die Ereignisse tagsüber einfach zu nichts richtig Lust. Ich wollte mich am liebsten im Hotelzimmer verstecken und alleine sein. Die anderen gaben sich wirklich viel Mühe mit mir, aber je mehr sie versuchten mich aufzumuntern um so trauriger wurde ich darüber. Alles ging mir viel zu schnell, selbst das reden auf Deutsch war total anstrengend.

Zum Glück wurde es am nächsten Tag viel besser. Es machte dann auch wieder Spaß mit den anderen auf Englisch und auf Spanisch zu reden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*