Fazit nach 2 Monaten

Der 21. September ist zwar schon etwas länger her, aber trotzdem möchte ich euch nicht mein Fazit nach 2 Monaten Aufenthalt hier in Ecuador nehmen.

Eigentlich hat sich seit dem letzten Fazit nicht viel Neues ergeben. Ich gehe brav morgen in die Fundacion und spiele dort mit den Kleinen Fußball und nachmittags fahre ich in das Colegio und versuche die Horde kleiner, unaufmerksamer aber trotzdem netter Monster unter Kontrolle zu halten.

Mein Geburtstag

Gestern habe ich zusammen mit meinen Freunden hier in Ecuador meine 33. Geburtstag gefeiert. Es war sehr lustig und wie immer auch wurde bis tief in die Nacht hinein gefeiert.

Es war schön zu sehen das fast alle die ich auch eingeladen habe gekommen sind. Ganz besonders hat es mich gefreut das 2 Mädels aus Quito gekommen sind.

Mein Geburtstag

Seit mehr als 3 Monaten schreibe ich “regelmäßig” meine Erfahrungen und Erlebnisse hier in mein Tagebuch. Über mein Statistik-Tool “Slimstat” sehe ich, dass ich regelmäßig zwischen 15 und 30 Besuche pro Tag auf meiner Seite habe (Anmerkung: allerdings werden auch die Suchmaschinen mitgezählt).

Da heute mein 33. Geburtstag ist, wollte ich diesen Anlass nutzen, euch aufzufordern ein paar Zeilen zu diesem Tagebuch zu schreiben. Mich interessiert:

  • Warum lest ihr regelmäßig meine Artikel?
  • Wie gefallen euch meine Artikel?
  • Was gefällt euch besonders und was überhaupt nicht?
  • Wie seit ihr auf diese Seite aufmerksam geworden?
  • Welche Verbesserungen würdet ihr euch im Tagebuch wünschen?

Ihr müsst natürlich nicht auf alles Antworten. Mir reicht es schon einfach einen netten Gruß von euch zu haben.

Warten auf Spontanität

Heute greife ich mal den Artikel von Annika auf, die mit mir hier in Ecuador ist. Leider wohnt und arbeitet sie in Guayaquil. Letztes Wochenende war sie und Tim bei uns in Esmeraldas zu Besuch.

Es war ein schönes Wochenende. Wir hatten viel Spaß und haben einiges unternommen. Aber es hätte auch noch schöner sein können, denn hier in Ecuador wartet man irgengwie immer. Auf der anderen Seite sind die Ecuadorianer auch ziemlich spontan und haben kaum Zeit etwas abzuwarten.

Hier ein paar kurze Beispiel frei aus dem Leben gegriffen.

Die Zeit des Wartens

  1. Sagen wir man verabredet sich für 7 Uhr abends an einen Platz, dann ist es hier in Ecuador so, dass man grundsätzlich eine halbe Stunde später erst ankommt.
  2. Auf der Arbeit, also in der Fundacion kommen wir morgens gegen 8 Uhr an. Angefangen wird aber meistens nicht vor 8:30 Uhr. in dieser halben Stunden steht man einfach nur so rum, erzählt sich was und / oder isst ein Eis.
  3. Ähnlich ist es vor dem Mittagessen in der Fundacion, welches gegen 11 Uhr stattfindet. Es gibt Tage da wird, ohne ersichtlichen Grund, schon um 10:15 Uhr mit dem Training Schluss gemacht.

Die Zeit für Spontanitäten

  1. Letzte Woche bekam ich morgens einen Anruf, dass nachmittags keine Unterricht im Colegio stattfindet. Es war ca. eine Stunde bevor ich dort hin fahren wollte.
  2. Davor die Woche ist Montags der Bus zur Fundacion nicht gekommen. Als ich dann mit dem “Linienbus” allein dahin gefahren bin, sagte man mir heute gibt es nichts zu arbeiten. Achso und die nächsten beiden Tage auch nicht. Erst am Donnerstag wieder.
  3. Am Abend vor dem Ausflug nach Mompiche, wurde ich gefragt ob ich mit dorthin möchte. Das klingt jetzt nicht super spontan, aber ich war erst seit 2 Wochen hier in Esmeraldas, meine damalige Familie ist nicht mitgekommen und ich sollte mit einer fremden Familie dorthin fahren.

Passend dazu sind natürlich die unzähligen Kommunikationsprobleme zwischen den Leuten hier und mir. Auch dazu hat Tim schon einen netten Beitrag geschrieben.

Neues aus dem Bus

In Ecuador erlebt man, wenn man Bus fährt, so einiges. Ich habe ja schon des öfteren (Bericht 1 und 2) darüber geschrieben und auch Tim hat sich schon dazu in einem Bericht geäußert.

Jetzt gibt es nun eine weitere Episode aus diesem schönen Gebiet. Vor 2 Tage bin ich wieder einmal Bus gefahren. Eigentlich fahre ich jeden Tag mit dem Bus. Es ist so schön billig. Für nur 0,25$ einmal quer durch die Stadt. Wo kann man das in Deutschland schon. Aber das ist ein anderes Thema. Ich war also im Bus, auf dem Weg nach Hause, als plötzlich der Bus anhielt. Ich dachte jetzt steigen wieder ein paar Leute ein oder aus, denn in Ecuador gibt es keine Bushaltestellen, sondern man gibt den Fahre ein Zeichen und er hält an. Also der Bus kommt zu stehen und der Fahrer steht auf und geht aus dem Bus. Auf der anderen Straßenseite kam uns ein anderer Bus entgegen, aber das ist nicht besonderes. Seltsam war bloß, dass unser Busfahrer genau in diesen Bus einstieg und in die entgegengesetzte Richtung weg fuhr. Da standen wir nun mit einem vollen Bus aber ohne Fahrer. Nach ein paar Sekunden setzte sich dann der Mann der sonst immer das Geld einsammelt ans Steuer und fuhr weiter. Es war schon sehr komisch, dass unser Busfahrer ohne ein Kommentar zu den anderen einfach ausstieg und in eine anderen Bus einstieg um davon zu fahren.

Sprachprobleme

Letztes Wochenende hatten die Mannschaften der Fundacion „Amiga“ ihre ersten Saisonspiele. Sie fanden auf dem Militärgelände von Esmeraldas statt. Am Anfang stand ich wie immer nur am Rand und habe mir alleine die Spiele angesehen. Irgendwann setzte ich mich mit auf die Bank, wo Miguel (Trainer in der Fundacion) die Teilnehmerlisten schrieb. Irgendwann frage er mich ob ich ihm helfen könne. Bei ein solchen Einladung sage ich natürlich nicht nein.

Mir gegenüber saß eine jungen und zu dem noch sehr attraktive Latina. Am Anfang habe ich sie wenig beachtet, weil ich schwer mit den Listen zu kämpfen hatte und nicht immer alle Name lesen konnte. Aber nachdem sie sich mehrfach zu mir umgedreht hat, wurde auch ich auf sie aufmerksam.

Um das ganze etwas abzukürzen: Später, als ich wieder viele Probleme beim Lesen der Spielername hatte, kam sie um den Tisch herum und fragte mich irgendetwas. Vielleicht sogar ob sie mir helfen kann. Leider habe ich aber nicht mal ein einziges Wort verstanden. Nach ihrer dritten Wiederholung des Satzes, drehte sie sich um und ging. Ich könnte mich in der Arsch beißen, dass ich nichts verstehe. Endlich werde ich von Einheimischen angesprochen und es ist kein alter Opa wie bei Annika, sondern eine super geile schöne Frau und ich versteh nur spanisch. Schade, aber war soll’s Esmeraldas ist klein und vielleicht trifft man sich später nochmal. Ansonsten haben natürlich andere Väter auch schöne Töchter.

Unsere Spiele, es waren insgesamt 5, haben wir bis auf eins gewonnen. Hier ein paar Bilder von den Spielen.

'Fußballspiel' von Enrico

'Fußballspiel' von Enrico

'Fußballspiel' von Enrico

'Fußballspiel' von Enrico

'Fußballspiel' von Enrico

Und wie immer findet ihr in meiner Bildersammlung noch viel mehr von den Bildern.

Arbeiten am Colegio

Zur Zeit arbeite ich ja nachmittags am Colegio “Nuevo Ecuador”. Ich arbeite da mit Luis Palma zusammen und gebe Internetunterricht. Es macht Spaß jeden Tag 3 bis 4 Klassen zu haben. Alle haben eine Klassenstärke von mindesten 30 Schülern. In den ersten Tage musste ich viel über Deutschland erzählen und zwischendurch auch immer wieder auf deutsch reden. Die finden das immer sehr lustig.

Nur endlich möchte ich euch ein paar Bilder vom Colegio präsentieren.

'Colegio Nuevo Ecuador' von Enrico

'Colegio Nuevo Ecuador' von Enrico

'Blick auf den Innenhof' von Enrico

Weiter Bilder findet ihr wie immer in meiner Bildersammlung.

Busse sind umwerfend

Wieder einmal eine schöne Geschichte zum Thema “Mit dem Bus fahren”. Wie schon im letzten Bericht erwähnt ist das Bus fahren hier besonders interessant.

Ich bin heute wieder einmal mit dem Bus vom Colegio nach hause gefahren. Auch diesmal war es ein Wettrennen mit allen anderen Bussen hier in Esmeraldas. Ob wir gewonnen habe, weiß ich nicht genau ist aber auch nicht so wichtig. Jedenfalls stieg heute eine ältere Dame in den Bus ein und kaum dass sie die letzte Stufe des Einstiegs verlassen hat, tritt der Busfahrer voll aufs Gaspedal.

Klar das die alte Dame keine Chance hatte sich rechtzeitig hinzusetzen. Es war Glück, dass in ihrer Nähe 2 kräftige Herren waren und die torkelnde Dame auffingen, sonst wäre sie der Länge nach voll in den Gang gefallen.

Interessanterweise beschwerte sich keine der Passagiere. Es ist halt hier normal, dass wir ständig auf der Flucht sind.