Mit dem Bus tanken

Heute bin ich mit dem Bus nach hause gefahren. Eigentlich mache ich dass jeden Abend wenn der Unterricht im Colegio “Nuevo Ecuador” zu Ende ist. Aber heute gab es etwas besonderes. Ich staunte nicht schlecht, als der vollbesetzte Bus nicht wie üblich an der Kreuzung anhielt, sondern nach links abbog und auf eine Tankstelle zu steuert. Mitten im Abendverkehr ging dem Fahrer die Puste, also der Sprit aus und er musste tanken.

Alle die im Bus saßen warteten brav um dann nach wenigen Minuten weiterzufahren, als ob nichts geschehen ist. Da sage ich nur, anderen Länder andere Sitte.

1 Dollar

Alles kostet hier irgendwie 1 US-Dollar. Heute habe ich mir ein Eis gekauft. Das hat einen Dollar gekostet. Die Fahrt mit dem Taxi, einen Dollar. Dann habe ich mir noch ein paar Leckerbissen vom Bäcker geholt und siehe da, es kostete einen Dollar. Sogar wenn ich morgens an der Haltestelle auf den Bus warte, kommen Taxen an, die mich für einen Dollar in das 30 Kilometer entfernte Atacames bringen würden. Es ist schon faszinierend dass hier vieles genau einen Dollar kostet.

Vielleicht habt ihr ja auch solche Kuriositäten erlebt, dann würde ich mich freuen wenn ihr sie mir hier in den Kommentaren mitteilt.

Fazit des ersten Monats

Heute ist der 21. August und damit bin ich seit genau einem Monat hier in Ecuador. Zeit um an dieser Stelle ein erstes Fazit meines Aufenthalts hier zu ziehen.

In letzter Zeit ist es sehr ruhig in meinem Tagebuch geworden. Mein letzter Eintrag liegt nun schon über eine Woche zurück, das liegt nicht zuletzt daran, dass die vergangene Woche vieles neues für mich gebracht hat.

meine neue Gastfamilie

Seit Samstag bin ich nun bei Galo und Carmen, meinen neuen Gasteltern. Sie sind wirklich nett und ständig bemüht mir alles zu erklären. Sie wohnen zwar alleine, haben aber 2 Kinder. Oh das stimmt so nicht, denn seit neusten haben sie ein 3. Kind. Es wird von allen nur Bebe genannt und ist ein 5 Wochen alter Rotweiler. Die andern 3 Rotweiler bewachen zusammen mit 2 Katzen das Haus. Eigentlich sind wir nur zum Schlafen in diesem Haus, weshalb es aquch wichtig ist, dass es bewacht wird.

Meine Familie besitzt nämlich noch ein 2. Haus, ca. 10min Fußweg vom 1. Haus entfernt. Dort verbringt sie den ganzen Tag, denn im Erdgeschoß gibt es einen kleinen “Tante Emma”-Laden.

Es scheint mir, dass meine Gastfamilie etwas wohlhabender ist, als der Durchschnitt hier in Esmeraldas. Neben einer Bediensteten die bis nachmittags im Haus ist, haben sie auch noch eine Angestellte, die im Laden mithilft. Interessanterweise würde man in Deutschland niemals in einen solchen kleinen Laden noch eine Angestellte mit unterbringen. Nicht nur, dass wenn man zu dritt im Laden ist, er völlig aus den Nähten platzt, sondern es gibt garnicht so viel zu tun. Ich glaube hier ist eine Angestellt super billig und die Bürokratie ist nicht so umständlich wie in Deutschland.

Viel mehr gibt es noch nicht von meiner neuen Familie zu erzählen. Mein neues Zimmer ist dass des Sohnes. Er, Carlos (21), ist zur Zeit in Venezuela, ob er dort studiert oder arbeitet, habe ich noch nicht herausgefunden. Man hat mir das zwar gesagt, aber aber ich verstehe halt noch nicht alles. Ich hoffe nur, dass er nicht all zu oft nach hause kommt und mit mir in dem einzigen Bett im Zimmer schläft. Klar hoffe ich ihn auf jeden Fall öfters zu sehen, aber halt nicht im Bett. Neben dem Sohn haben sie auch noch eine Tochter, Jana (19). Sie studiert zur Zeit in Boston. Meine Gastmutter chattet jeden Tag mit ihr. Auch ich musste schonmal dran glauben und mit ihr reden und dass auf Englisch. Ok mein Englisch ist besser als mein Spanisch, jetzt noch, aber vieles kann ich auch auf Englisch nicht von mir geben.

Wir sind ständig auf der Flucht

Jeden Morgen fahre ich mit dem Stadtbus zur Kirche, warte dann auf den Bus der Fundacion der mich zum Geländer der Fundacion “Amiga”, ca. 8Km von Esmeraldas entfernt, bringt. Es ist schon beeindruckend, wie man hier in Ecuador mit einem Fahrzeug unterwegs ist. Nicht nur, dass die Hupe viel öfters eingesetzt wird als bei uns in Deutschland, nein es gibt auch kein Rechts vor Links oder dass man nur Links überholen darf. Hier ist alles “erlaubt”.

Ein Ausflug nach Mompiche

Am Donnerstag, den 10. August 2006, kam Frederico zu mir und fragte mich, ob ich Lust hätte am nächsten Tag nach Mompiche an den Strand zu fahren. Ich sollte zwar auch an diesen Tag meiner neuen Gastfamilie vorgestellt werden, aber da es nicht so häufig vorkommt, dass meine Gastfamilie mit mir was unternimmt, fragte ich ob es nicht möglich wäre meine neue Familie erst am Samstag zu treffen. Weiterlesen

Ausflug nach las Peñas

Heute habe ich mit den Mitarbetern der Fundacion einen Ausflug nach las Peñas gemacht. Las Peñas liegt nördlich von Esmeraldas, ca. 1,5 Std. Busfahrt entfernt. Es ist ein schöne, großer und langer Sandstrand. Er ist zwar nicht so hell wie der in Atacames, aber dafür sind hier kaum Touristen. Weiterlesen

Nichts für Warmduscher

Wie in einen der letzten Berichte angesprochen, habe ich ja ein eigenes Bad. So mit Dusche, Waschbecken und Klo. Leider fehlt zwar immer noch der Duschvorhang und ich setze nicht nur jedesmal den komplett Fussboden unter Wasser. Nein auch das Klopapier, welches natürlich auf dem Spülkasten steht, bekommt immer ein paar Spritzer mit ab.

Schlimmer ist es aber für mich, morgen unter die Dusche zu gehen. Es gibt nur einen Wasserregulierer und der reguliert die einzige Art von Wasser die es hier im ganzen Haus gibt. Kaltes Wasser. (Amerkung: Ja Mama, auch gespült wird mit kaltem Wasser.)

Für mich als bekennenden Warmduscher, ist es jedesmal eine „kleine“ Überwindung mich kalt zu duschen. Gott sei dank, sind die Temperaturen selbst morgen schon über 20° C und das Wasser aus der Leitung ist nicht eisig kalt.

Ich glaube ich werde mich im Dezember, nach meiner Rückehr nach Deutschland, über eine schöne heisse Badewanne freuen. Endlich mal nicht nur schnell drunter springen, um sich nass zu machen, dann einseifen und zum Schluss alles schnell wieder abspülen. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf: ´Hoffentlich habe ich nichts wichtiges vergessen. Vor allem beim Abspülen.`
Naja, ich will mich nicht beklagen, das kalte Duschen hat auch seine Vorteile. Wenn man z.B. Nachmittags total verschwitzt von der Arbeit, vom Strand oder aus der Stadt kommt, ist es total erfrischend kalt zu duschen.

In einer Badewanne schwimmen

Heute waren wir, dass heißt meine Gastmutter Aida, ihre Tochter Tatjana, mit ihrem Mann Johann, den beiden Söhnen Matu (2 Jahre) und Kevin (8 Jahre) und ich, in Sue am Strand. Sue liegt ganz in der Nähe von Atacames und in vielen Reiseführern steht, dass dort die schönsten Strände in ganz Ecuador gibt.

Sie hatten nicht unrecht mit dem was die Autoren in ihren Reiseführern über die Stände 30 Km südlich von Esmeraldas so schreiben. Der Strand an dem wir waren war wirklich wunderschön. Er war zwar nicht super breit, so 15 m und auch nicht sonderlich lang. Ich schätze mal 2 Km. Aber der Sand bestand aus super feinen Körnern, wunderbar zum Barfusslaufen und wunderbar fein um über all hinzu kriechen. Diejenigen von euch die mich kennen, wissen dass ich solchen Sand eigentlich hasse. Diesmal was es aber anderes.

Ich habe mich recht wohl gefühlt, auch wenn ich überall Sand hatte. Mein Handtuch mit welchem ich mich abgetrocknet habe verteilte alles wunderbar an den Fingern, die Beine, die Arme, den Kopf und so weiter.

Aber ich wollte ja nicht meckern, denn mir hat es wirklich gefallen und ich hoffe meine Familie sag das nächste Mal mir vorher bescheid, dass wir nicht an den Strand in Esmeraldas gehen sondern wieder hier her fahren, dann nehme ich meine Digitalkamera mit. Dann könnt ihr auch sehen von was ich hier erzähle.

Eigentlich bin ich ein Warmduscher und einige von meinen Freunden, mit denen ich z.B. in Norwegen war, wissen das kaltes Wasser nicht für meine empfindliche Haut ist :).

Also der Pazifik ist da ganz anders. Am Anfang war ich wie immer sehr reserviert mit meinem Badevergnügen. Huuh, kaltes Wasser. Aber als das erste Mal meine Zehen, eher zufällig eine Schwall Wasser von einer daher kommenden Wellen abbekamen, war ich angenehm überrascht. Das Wasser ist lauwarm. Es ist vergleichbar mit dem Temperaturgefühl wenn man aus der zu kalte gewordenen Badewanne aussteigt. Es mehr als nur angenehm. Es war super toll. Wäre es nicht Salzwasser, dass in den Augen brennt, wäre ich wahrscheinlich nie mehr rausgegangen.

Hinzu kam der Wind, der stetig von Süden her bliess. Er unterstützte das Warmwasserfeeling, denn wenn man aus dem Wasser herauskam, war es für einen Augenblick frisch. Schätzungsweise 5 Sekunden, dann kam wieder die Hitze die typisch für die Provinz Esmeraldas ist.

Es war ein schöner Tag am Strand. Ich hoffe meine „Familie“ wird noch öfters solche Ausflüge mit mir machen. Und/oder veilleicht schaffen wir, die AFS-Esmeraldas-Abteilung (Wilder, Sybille, Emma, Camila und ich) es demnächst einen solche Ausflug zusammen zu unternehmen.

Ich bin ein Hund

Kennt ihr die Situation in Familien, wo es eine Hund gibt? Der Hund ist immer mit dabei. Spielt aber für die Familienmitglieder nur eine untergeordnete Rolle. Der Hund läuft überall mit hin, bzw. er wird überall mit hingenommen. Ob zum Einkaufen, zum Besuch von Freunden, ob an den Strand oder nur ne Runde um den Block, er kommt einfach immer mit.